Die CDU Stadtmitte ist irritiert über den Vorschlag der Grünen, einen Wettbewerb für ein „eindrucksvolles Friedensdenkmal“ auf dem Europaplatz durchzuführen und kritisiert den entsprechenden Antrag der Grü-nen-Gemeinderatsfraktion. Die CDU steht zu unserer Geschichte und unseren Denkmäler und fordert dem-entsprechend, dass das Leibgrenadierdenkmal nach Abschluss der Bauarbeiten für die U-Strab wieder an seinen alten Platz auf dem Europaplatz zurückkehrt.

„Wir brauchen kein neues Friedensdenkmal auf dem Europaplatz, denn das Leibgrenadierdenkmal erfüllt genau diese Funktion. Es ist ein Denkmal für all diejenigen, die in schrecklichen Kriegen ums Leben ge-kommen sind und damit gleichzeitig eine Mahnung für alle, die die Europäische Einigung heute in Frage stellen“, erklärt der CDU-Ortsvorsitzende Tobias Bunk. „Es ist keineswegs kriegsverherrlichend. Im Gegen-teil – es ist ein Mahnmal für die nächsten Generationen. Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zu-kunft gestalten.“

„Kriegsdenkmäler sind enorm wichtig, denn sie konfrontieren uns mit unserer Geschichte“, ergänzt Karl Leis, Mitglied des Ortsvorstandes der CDU Stadtmitte. „Es ist erschreckend, dass wir immer wieder darüber diskutieren müssen, ob das Leibgrenadierdenkmal wieder am Europaplatz errichtet wird oder nicht, denn es steht für einen Teil unserer Geschichte, der niemals vergessen werden sollte. Andere Nationen machen uns vor, wie man mit seiner Vergangenheit umgehen sollte. Junge Franzosen werden schon im Geschichtsunter-richt mit ihrer ferneren und näheren Geschichte konfrontiert. Bei uns wird dies größtenteils vermieden und damit auch das Lernen aus der Vergangenheit.“

„Außerdem werden Gefallenendenkmäler überall auf der ganzen Welt geachtet und beachtet, nicht zur Verherrlichung des Krieges, sondern zum Gedenken an die Gefallenen“, so Karl Leis weiter.

„Die Stadt hat mehrfach versprochen, dass das Leibgrenadierdenkmal nach Fertigstellung der U-Strab wie-der auf dem Europaplatz aufgebaut wird. Wir erwarten, dass dieses Versprechen eingehalten wird und for-dern, dass das Leibgrenadierdenkmal so bald als möglich wieder Teil des Europaplatzes wird“, so Tobias Bunk abschließend.

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